Dein aktueller Hoster nervt? Ladezeiten von 4 Sekunden, Support antwortet erst nach drei Tagen, und die Rechnung steigt jedes Jahr um 20 Prozent. Kennst du das.
Wir migrieren bei Miliienko Studio jeden Monat zwischen 8 und 12 WordPress-Seiten zu Hostinger — und in 95 Prozent der Fälle dauert der komplette Umzug zwischen 2 und 4 Stunden. Ohne Datenverlust. Ohne Downtime. Ohne Stress mit Kunden, die plötzlich eine weiße Seite sehen.
Aber: Wer das Ganze ohne Plan angeht, riskiert genau das. Eine kaputte Datenbank. Verlorene Bestellungen im Shop. Google, das die Seite für eine Woche aus dem Index nimmt, weil DNS-Records falsch gesetzt waren.
Diese Anleitung zeigt dir Schritt für Schritt, wie du WordPress zu Hostinger migrieren kannst — ohne dass etwas schiefgeht. Wir gehen durch Backup, Domain-Einrichtung, das Migration-Plugin, SSL, Cache-Konfiguration und den kritischen DNS-Switch. Am Ende läuft deine Seite spürbar schneller, kostet 30 bis 60 Prozent weniger und ist DSGVO-konform auf einem Server in Deutschland oder den Niederlanden.
Du brauchst dafür: einen aktiven Hostinger-Account (Business Plan oder höher), FTP-Zugang zum alten Hoster und etwa drei Stunden Zeit am Wochenende. Mehr nicht.
Vorbereitung — Backup richtig machen
Bevor du irgendetwas anfasst, machst du ein Backup. Zwei sogar — eines lokal auf deinem Rechner, eines in der Cloud.
Logge dich in dein WordPress-Admin ein und installiere UpdraftPlus oder All-in-One WP Migration. Beide kostenlos. Bei UpdraftPlus klickst du auf „Jetzt sichern“, wählst Datenbank und alle Dateien aus, und lädst die fünf entstehenden Archive auf deinen Rechner herunter. Dauert je nach Seitengröße zwischen 5 und 40 Minuten.
Parallel dazu — und das ist der Punkt, den 80 Prozent vergessen — exportierst du die Datenbank manuell über phpMyAdmin. Such dir bei deinem alten Hoster die SQL-Datei, klick auf „Exportieren“, Format SQL, „Schnell“ reicht aus. Speicher die Datei mit Datum im Namen: backup-meinedomain-2026-04-26.sql.
Warum doppelt? Weil Migration-Plugins manchmal an Custom Tables scheitern. Bei WooCommerce-Shops mit über 5.000 Bestellungen sehen wir das regelmäßig. Mit der reinen SQL-Datei kannst du im Notfall jede Tabelle einzeln wiederherstellen.
Letzter Schritt der Vorbereitung: Notiere dir alle aktiven Plugin-Lizenzen. Elementor Pro, Rank Math Pro, WP Rocket — die Lizenzschlüssel brauchst du nach dem Umzug, weil die Aktivierung an die Domain gebunden ist und manchmal neu freigeschaltet werden muss.
Domain bei Hostinger einrichten
Im Hostinger hPanel gehst du auf Hosting → Verwalten → Hinzufügen einer Webseite. Domain eintragen, Verzeichnis bei public_html lassen, fertig. Hostinger legt automatisch eine leere Struktur an.
Jetzt installierst du WordPress über den Auto-Installer — aber nur als Platzhalter. Wir überschreiben das gleich mit dem Plugin. Wähle als Sprache Deutsch, setze einen sicheren Admin-Benutzer (nicht „admin“ — bitte nicht), und merk dir das Passwort.
Wichtig dabei: Wähle als Server-Standort Frankfurt oder Amsterdam. Das macht für deine Kunden in Deutschland einen Unterschied von 80 bis 150 Millisekunden Ladezeit. Und Frankfurt ist DSGVO-rechtlich die sauberste Lösung für deutsche Mittelständler.
In den DNS-Einstellungen lässt du erstmal alles so, wie es ist. Wir wechseln später — und nicht jetzt, wenn die Seite noch leer ist.
All-in-One WP Migration Plugin verwenden
Auf der neuen, leeren Hostinger-Installation installierst du All-in-One WP Migration. Achtung: Die kostenlose Version hat ein Upload-Limit von 100 MB. Bei den meisten Seiten reicht das nicht.
Du hast zwei Optionen:
Option A — Free Extension nutzen. Im Plugin-Menü gibt es einen Link zur „Unlimited Extension“ für 69 Dollar einmalig. Lohnt sich, wenn du mehrere Seiten umziehst. Hochladen erlaubt dann beliebig große Dateien.
Option B — manuell hochladen via FTP. Du lädst dein Backup-Archiv (.wpress-Datei) per FileZilla in den Ordner /wp-content/ai1wm-backups/ hoch. Dort taucht es dann automatisch im Plugin auf, und du kannst es importieren — ohne Größenbeschränkung.
Auf der alten Seite klickst du auf „Exportieren → Datei“, wartest 3 bis 15 Minuten je nach Größe, und lädst das .wpress-Archiv herunter.
Auf der neuen Hostinger-Installation klickst du auf „Importieren → Datei“, wählst dein Archiv aus, bestätigst die Warnung (deine leere WordPress-Installation wird komplett überschrieben — genau das willst du), und wartest. Bei einer 800 MB-Seite dauert das etwa 12 bis 20 Minuten.
Nach dem Import wirst du ausgeloggt. Login geht ab jetzt mit den Zugangsdaten von der alten Seite. Die Hostinger-Anmeldedaten von vorhin sind weg — überschrieben durch deine echte Datenbank.
SSL-Zertifikat und HTTPS-Redirect
Hostinger bietet kostenlose Let’s Encrypt SSL-Zertifikate für jede Domain. Im hPanel gehst du auf SSL → SSL installieren und wählst deine Domain. Der Prozess dauert 15 bis 60 Sekunden.
Aber: Das Zertifikat funktioniert erst, wenn die Domain auf Hostinger zeigt. Solange du noch über die temporäre Vorschau-URL arbeitest, brauchst du diesen Schritt noch nicht. Merk ihn dir für nach dem DNS-Wechsel.
Sobald SSL aktiv ist, prüfst du in WordPress unter Einstellungen → Allgemein beide URLs. Beide müssen mit https:// beginnen. Falls nicht, manuell ändern und speichern.
Im Anschluss installierst du das Plugin Really Simple SSL oder fügst diesen Block in deine .htaccess ein:
RewriteEngine On
RewriteCond %{HTTPS} off
RewriteRule ^(.*)$ https://%{HTTP_HOST}%{REQUEST_URI} [L,R=301]
Das erzwingt HTTPS für alle Besucher und alle URLs. Ohne diesen Redirect verlierst du Rankings bei Google, weil Mixed Content die Seite als unsicher markiert.
Wenn du noch Mixed-Content-Warnungen hast — alte Bilder mit http:// in der Datenbank — hilft das Plugin Better Search Replace. Such nach http://meinedomain.de und ersetz durch https://meinedomain.de. Vorher Datenbank sichern. Versteht sich.
LiteSpeed Cache aktivieren und konfigurieren
Hostinger nutzt LiteSpeed Webserver statt Apache. Das ist der Hauptgrund, warum Seiten dort 2 bis 3 mal schneller laden als beim Vorgänger. Aber nur, wenn du den passenden Cache-Plugin installierst.
Geh in WordPress auf Plugins → Installieren und such nach LiteSpeed Cache. Installieren, aktivieren. Im Plugin selbst gehst du dann auf LiteSpeed Cache → Cache → Cache aktivieren → ON.
Die wichtigsten Einstellungen für deutsche Seiten:
- Browser Cache: ON, TTL 31557600 Sekunden (ein Jahr)
- Object Cache: ON, Memcached oder Redis (Hostinger Business Plan unterstützt beides)
- Page Cache TTL: 604800 Sekunden (eine Woche)
- Image Optimization → Lazy Load: ON für Bilder und Iframes
- CSS/JS Combine + Minify: vorsichtig testen, manche Themes brechen
Nach der Konfiguration prüfst du die Ladezeit auf PageSpeed Insights. Werte zwischen 85 und 98 Punkten Mobile sind realistisch. Wir erreichen mit unserer eigenen Performance-Optimierung regelmäßig 95+.
DNS-Wechsel — der kritische Moment
Jetzt kommt der einzige Teil, bei dem wirklich etwas schiefgehen kann. Der DNS-Wechsel macht deine alte Seite tot und die neue lebendig. Beides gleichzeitig.
Plane das für einen Dienstag oder Mittwoch zwischen 22 Uhr und 24 Uhr. Wochenende ist schlecht — wenn etwas hakt, erreichst du keinen Support. Freitag ist katastrophal aus dem gleichen Grund.
In deinem Domain-Account (egal ob bei Strato, IONOS, Cloudflare oder direkt beim Registrar) änderst du die Nameserver zu:
ns1.dns-parking.com
ns2.dns-parking.com
Das sind die Standard-Nameserver von Hostinger. Alternativ — und das empfehlen wir bei größeren Shops — lässt du die Nameserver bei deinem Registrar und änderst nur die A-Records auf die Server-IP, die du im hPanel unter „DNS-Zone“ findest.
Die Verbreitung der DNS-Änderung dauert zwischen 5 Minuten und 48 Stunden. Bei deutschen .de-Domains in der Regel unter 4 Stunden. Mit dem Tool whatsmydns.net prüfst du den Status weltweit.
Während der Übergangsphase (typischerweise 2 bis 12 Stunden) sehen manche Besucher die alte Seite, manche die neue. Bestellungen, die in dieser Zeit auf der alten Seite eingehen, gehen verloren — sie landen in einer Datenbank, die du nicht mehr nutzt. Deshalb planst du nachts.
Nach dem Umzug — Performance-Check
Sobald whatsmydns.net weltweit grün zeigt, machst du den Funktionscheck. Systematisch.
Funktioniert die Seite? Startseite, drei Unterseiten, Kontaktformular testen. Bestellprozess durchklicken. Login-Seite prüfen.
Funktioniert E-Mail? Wenn deine E-Mail-Adressen über die alte Hosting-Lösung liefen, musst du sie bei Hostinger neu einrichten oder zu einem externen Anbieter wie Google Workspace oder mailbox.org umziehen. MX-Records nicht vergessen.
Funktioniert SSL? SSL Labs Test sollte mindestens A oder A+ zeigen. Wenn nicht, im hPanel SSL neu generieren.
Funktioniert SEO? In der Google Search Console reichst du die neue Sitemap ein (typischerweise /sitemap_index.xml bei Rank Math). URL-Inspektion für die wichtigsten 5 Seiten. „Live-URL testen“ muss „URL ist auf Google verfügbar“ zeigen.
Lade dann zwei Wochen lang täglich die Search Console und prüfe Crawling-Statistiken. Plötzliche Drops bei Impressionen sind ein Warnsignal — meist ein robots.txt-Fehler oder ein versehentlich gesetztes noindex aus den Migration-Einstellungen.
Letzter Tipp: Mach einen Geschwindigkeits-Vergleich vorher/nachher mit GTmetrix. Screenshots speichern. Wenn die Seite jetzt 1,2 Sekunden statt 4,8 Sekunden lädt — schick deinem Kunden einen kurzen Bericht. Das verkauft dir die nächsten drei Folgeaufträge.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert eine WordPress-Migration zu Hostinger?
Bei Standardseiten unter 2 GB rechne mit 2 bis 4 Stunden inklusive Backup, Import und SSL-Setup. Größere WooCommerce-Shops mit über 10.000 Produkten brauchen 6 bis 10 Stunden. Wenn du eine Profi-Migration buchst — bei uns übernachts in 90 Minuten.
Was kostet Hostinger im Vergleich zu deutschen Hostern?
Der Business-Plan kostet bei dreijähriger Bindung etwa 3,99 Euro pro Monat, der Cloud-Plan etwa 9,99 Euro pro Monat. Vergleichbare Pakete bei Strato oder IONOS liegen zwischen 7 und 19 Euro pro Monat. Du sparst über drei Jahre 200 bis 500 Euro.
Ist Hostinger DSGVO-konform für deutsche Unternehmen?
Ja, wenn du den Server-Standort Frankfurt oder Amsterdam wählst. Hostinger bietet einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) zum Download im hPanel. Den ausdrucken, signieren, in deine Datenschutzunterlagen ablegen — fertig.
Verliere ich SEO-Rankings durch den Umzug?
Bei sauberem Umzug nein. Die ersten 3 bis 7 Tage können leichte Schwankungen auftreten, weil Google die neuen Server crawlt. Wichtig sind drei Dinge: alle URLs bleiben identisch, alle Redirects funktionieren, die Sitemap ist eingereicht. Mehr zur sauberen SEO-Optimierung findest du in unserem Service-Bereich.
Was mache ich, wenn die Migration scheitert?
Du hast zwei Backups. Stell die alte Seite wieder her — Nameserver zurückwechseln, fertig. Innerhalb von wenigen Stunden ist alles wieder normal. Genau dafür macht man Backups. Wenn dir das zu riskant ist, übernehmen wir die komplette Migration in unseren WordPress-Paketen inklusive Rollback-Garantie.
Brauche ich technisches Vorwissen?
Wenn du WordPress bedienen kannst und FTP nicht völlig fremd ist — ja, das schaffst du. Wenn du noch nie phpMyAdmin gesehen hast oder bei „DNS-Records“ nur Bahnhof verstehst, lass es jemanden machen. Eine kaputte Migration kostet mehr Nerven als 200 Euro Service.
Funktioniert das auch mit WooCommerce-Shops?
Ja, aber mit zwei Vorsichtsmaßnahmen: Schalte den Shop während der Migration in den Wartungsmodus (Plugin: WP Maintenance), damit keine Bestellungen verloren gehen. Und prüfe nach dem Umzug die Stripe- oder PayPal-Webhooks — die zeigen oft noch auf die alte Domain und müssen manuell aktualisiert werden.
Bereit für den Umzug? Lass uns reden.
Du willst die Migration nicht selbst machen, sondern weißt einfach gerne, dass am Montag früh alles läuft? Wir übernehmen das. Komplett. Inklusive 30-Tage-Performance-Garantie und Rollback-Versicherung, falls etwas schiefgeht.
In einem 30-minütigen kostenlosen Erstgespräch schauen wir uns deine aktuelle Seite an, prüfen Größe, Plugins, Datenbank — und sagen dir verbindlich, was die Migration kostet und wie lange sie dauert. Keine Lockangebote. Kein Verkaufsdruck.
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Oder schau dir direkt unsere WordPress-Pakete an. Da ist die Migration meistens schon mit drin.
